Programme COMENIUS

Europe, Education & Formation Agency

EEFA - Europa-,
Unterrichts- und Bildungsagentur der Europäischen
Kommission
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Europa : Comenius

Commission Européenne
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Schulprojekte im Rahmen des europäischen Bildungsprogramms Comenius

Lebenslanges Lernen (LLP) ist ein Programm der Europäischen Kommission.

Ziel des Programms Lebenslanges Lernen ist generell die Förderung hochwertiger schulischer Bildungsarbeit und Zusammenarbeit auf EU-Ebene, wobei die Eigenarten und Stärken der verschiedenen Schulsysteme gewahrt bleiben.
Das Comenius-Programm (innerhalb von LLP) trägt dazu bei, die europäische Dimension im Bildungswesen bewusst zu machen, insbesondere durch Besuche und Austausch zwischen Schulen.
Comenius umfasst verschiedene Projekttypen,  u.a. Schulprojekte.

Schulprojekte sollen die Zusammenarbeit zwischen Schülergruppen und Gruppen von Lehrenden aus verschiedenen Ländern Europas mittels gemeinsam festgelegter Themenschwerpunkte fördern. Diese Projekte sollen Teil der normalen Unterrichts- und Erziehungstätigkeit der betreffenden Schulen  und mit dem Lehrplan der beteiligten Schüler kompatibel sein. Unter Anleitung von Lehrern verschiedener Fächer  sollen die Schüler in allen Projektphasen von der Planung bis zur Evaluierung mitarbeiten.


Warum Comenius ?

Jan Amos Komensky (1592-1660) - bekannt unter dem latinisierten Namen Comenius - ist ein Schriftsteller (Labirynt sweta / Das Labyrinth der Welt, 1623), Pädagoge, Philosoph, Theologe, Humanist und Politiker von Weltgeltung.

Er stammt aus Mähren (Tschechische Republik) und gehörte den „(Böhmischen) Brüdern", gemäßigten Hussiten an . Nach Studien in Prag, Deutschland und in den Niederlanden kehrte er am Beginn des 30-jährigen Kriegs nach Mähren zurück und baute ein Schulwesen auf, in dem besonderes Augenmerk auf Sachgemäßheit und Förderung jedes einzelnen Schülers gelegt wurde. Sein Sach- und Sprachlehrbuch „Orbis pictus" revolutionierte den Unterricht.

Obwohl er den größten Teil seines Lebens im Exil und auf der Flucht verbrachte, hat er unermüdlich für die Reform der Schulen gekämpft, ebenso wie für Demokratie als Voraussetzung des Friedens.

Auf diesen Pionier, der seine Werke auf Tschechisch, Lateinisch und Deutsch schrieb, geht z.B. die Idee von Brieffreundschaften zurück, die Einführung von Stipendien, die Forderung nach einem öffentlichen Schulwesen mit Zugang für alle ohne Unterschied von Stand, Nationalität und Geschlecht. Lebenslanges Lernen ist für den Autor der „Großen Didaktik" etwas Unerlässliches.